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Auf vielfachen Wunsch haben wir hier einen Veranstaltungskalender integriert, der sich nun mit Leben füllen soll. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe: Bitte schicken Sie ihre Veranstaltungshinweise an pust@friesenrat.de. Sofern sich die Hinweise auf eine Veranstaltung rund um das Friesische beziehen, werden sie in diesem Kalender veröffentlicht.  



18. Mai 2010 im Landeshaus Kiel

 

Parlamentarischer Abend in Kiel
Friesische Vereine präsentieren sich den Abgeordneten

 

Begrüßungsworte von Torsten Geerdts, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landtages, anlässlich des Parlamentarischen Abends zur Vorstellung der Minderheiten und Volksgruppen in Nordschleswig und Schleswig-Holstein am Dienstag, 18. Mai 2010, 18.00 Uhr, im Landeshaus:

 

Herzlich willkommen zum Parlamentarischen Abend der nationalen Minderheiten und Volksgruppen in Nordschleswig und Schleswig-Holstein.

 

Zusätzlich zu den in der Einladung Genannten wird sich auch das Europäische Zentrum für Minderheitenfragen vorstellen, das eine hervorragende wissenschaftliche Minderheitenarbeit leistet und im Foyer seine Arbeit ausstellt. Ich freue mich sehr darüber.

 

Für mich ganz persönlich ist die Minderheitenpolitik unseres Landes im Kern einerseits auf Respekt und auf Neugier, andererseits auf Loyalität gegründet. Dazu schulde ich Ihnen einige erklärende Worte:

 

Ich bin stolz darauf, dass Schleswig-Holstein deutschland- und europaweit den Ruf hat, eine vorbildliche Minderheitenpolitik zu praktizieren. Aus dem früheren Gegeneinander ist ein Miteinander und ein Füreinander von Minderheit und Mehrheit geworden. Der respektvolle Umgang mit den Minderheiten und Volksgruppen in unserem Land und unsere Fürsorge für die deutsche Minderheit in Nordschleswig ist für mich nicht nur ein Indikator für die politische Kultur in unserem Land, sondern auch grundlegende Voraussetzung für eine demokratische Gesellschaft.

 

Diese Gedanken stehen hinter Artikel 5 unserer Landesverfassung, der kurz und bündig bestimmt:
„Das Bekenntnis zu einer nationalen Minderheit ist frei; es entbindet nicht von den allgemeinen staatsbürgerlichen Pflichten. Die kulturelle Eigenständigkeit und die politische Mitwirkung nationaler Minderheiten und Volksgruppen stehen unter dem Schutz des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände. Die nationale dänische Minderheit und die friesische Volksgruppe haben Anspruch auf Schutz und Förderung.“

 

Es besteht bei allen Parteien, die im Landtag vertreten sind, der Konsens, Artikel 5 unserer Landesverfassung stetig mit Leben zu erfüllen. Dabei geht es um mehr, als nur die Schutz- und Förderungswürdigkeit zu beachten bzw. einzufordern. Mittlerweile ist das Bewusstsein gewachsen, dass die Minderheiten auch für die Mehrheitsbevölkerung eine Bereicherung darstellen, insbesondere mit Blick auf identitätsstiftendes Verhalten, auf kulturelle Vielfalt, Offenheit gegenüber anderen und grenzüberschreitende Orientierung.

 

Ausweis des fraktionsübergreifenden Konsenses ist, dass der jeweilige Landtagspräsident oder die Landtagspräsidentin den Vorsitz bei den vom Landtag eingerichteten Gremien hat. 1975 wurde das Gremium für Fragen der deutschen Minderheit in Nordschleswig und 1988 das Gremium für Fragen der friesischen Volksgruppe im Lande Schleswig-Holstein gegründet. In diesen Gremien treffen sich zweimal im Jahr die Vertreter der Minderheiten mit Landtagsabgeordneten aller Fraktionen, den Bundestagsabgeordneten aus Schleswig-Holstein, Vertretern der Fachministerien und der Minderheitenbeauftragten der Landesregierung. Die Gremien als beratende Organe bieten die Möglichkeit zum Meinungsaustausch und die Chance für praxisnahe Problemlösungen. Ich freue mich, dass ich als Vorsitzender der Gremien meinen persönlichen Beitrag dazu leisten darf.

 

Am 10. Mai dieses Jahres hat das Friesengremium auf Föhr getagt. Es war eine hochinteressante und bereichernde Begegnung, an die ich gerne zurückdenke.

 

Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Tagung des Nordschleswig-Gremiums am 3. Juni, das in Kopenhagen stattfinden wird.

 

Mit der Minderheit der Sinti und Roma arbeiten wir projektbezogen intensiv, harmonisch und zielorientiert zusammen. Ich denke dabei an das erfolgreiche Wohnprojekt Maro Temm, das ich in der letzten Woche besuchen durfte.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren, Minderheiten- und Volksgruppenarbeit ist vorrangig geprägt vom persönlichen Einsatz derer, die sich zu Minderheit und Volksgruppe zählen. Ich lade Sie ein, heute Abend diese Menschen und ihr Anliegen kennenzulernen. Erfahren Sie mit uns in den nächsten Stunden – bei einem anregenden musikalischen und kulturellen Rahmenprogramm – die Bereicherung, die sich aus Vielfalt und grenzüberschreitender Orientierung ergibt.

 

Die Moderation des heutigen Abends wird der Chefkorrespondent von RSH, Carsten Kock, übernehmen. Meinen herzlichen Dank dafür. Herr Kock, ich erteile Ihnen das Wort.

 

 

 

Rede unseres Vorsitzenden, Erk Hassold:

 

Gleich zu Anfang möchte ich sagen:

" Ein Friese geht nicht verloren"

Wir sind nicht unterzukriegen. Warum das so ist, erfahren sie am besten im persönlichen Gespräch. Sie erkennen uns entweder am Button oder natürlich an den schmucken Trachten.

 

Friesen sind Bürgerinnen und Bürger, die sich aus unterschiedlichen Traditionen und Gründen als solche bekennen, gleich ob sie Friesisch, Plattdeutsch, Hochdeutsch oder eine andere Sprache sprechen. Dies gilt für die Bevölkerung im Kreisgebiet Nordfriesland und darüber hinaus für alle, die sich als Angehörige der friesischen Volksgruppe verstehen.

 

"Friese ist, wer Friese sein will." Und das ist gut so.

 

Friesen gibt es seit über 2.000 Jahren. Im siebten Jahrhundert kamen Friesen von der südlichen Nordseeküste in das Gebiet, das später "Klein-Friesland" und heute "Nordfriesland" genannt wird. Die Friesen in den drei Frieslanden unterhalten auch heute noch enge Verbindungen und profitieren voneinander. Seit 1999 gibt es den Interfriesischen Rat.

 

Friesisch ist eine eigene Sprache- und kein Dünen-Dänisch oder Deich-Platt.

 

In Schleswig-Holstein ist die friesische Volksgruppe in der Verfassung des Bundeslandes Schleswig-Holstein verankert; sie sichert ihr "Schutz und Förderung " zu. In dem 1998 in Kraft getretenen Rahmenübereinkommen des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten wird sie auch auf europäischer Ebene anerkannt.
Seit 2000 erhalten die Friesen jährlich Landes und Bundeszuschüsse. Mit diesen Mitteln werden diverse Projekte durchgeführt, die von wenigen Teilzeitkräften administriert werden müssen. Zu erwähnen sind hier vor allem die jüngsten Projekte: das Friisk Radio, das in wenigen Monaten auf Sendung geht und die neue Zentrale in Bredstedt, wo Friesenrat, Friisk Foriniing und Nordfriesischer Verein im Herbst Büroräume beziehen werden.

 

Vielen Dank an dieser Stelle bei allen, die uns in unseren Bemühungen geholfen und unterstützt haben.

 

Für die Umsetzung dieser Projekte bedarf es eines enormen persönlichen Einsatzes. Das trifft auf alle ehrenamtlichen Friesen zu. Solche Vorhaben kosten Zeit. Ich selbst weiß, wie oft ich meine Frau vertrösten muss. Ein Beispiel: im letzen Jahr war ich als Vorsitzender des Friesenrates 330 Stunden außer Haus und habe 7.500 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt.

 

Die anderen Friesinnen und Friesen registrieren das sehr genau. Nachwuchsprobleme in unseren Vereinen hängen unter anderem damit zusammen, dass es kaum noch Menschen gibt, die sich die Bürde so eines Vorstandspostens bzw. eines Vorstandsmitgliedes aufladen wollen.

 

Ehrenamt darf aber nicht unattraktiv werden. Ansonsten wird das Engagement fürs Friesische schwer. Ich wünsche mir darum mehr Unterstützung seitens der Politik.

 

Oftmals ist das genaue Gegenteil der Fall: Wir werden von der Vollzeit-Landes-Verwaltung wie eine Vollzeit-Verwaltung behandelt und arbeiten ihr teilweise sogar zu.

 

Ich denke hier nur an das enorme Problem, das uns durch die anstehende Pensionierung der Friesisch- Lehrer und der neuen Schulreform ins Haus steht. Zahlen kamen von uns. Ob die Friesisch-Lehrer einen Nachfolger bekommen, hängt unter anderem von Studiengängen an den Unis, der regionalen Zuteilung der Referendare und nicht zuletzt von den Schulbehörden ab. Das ist ein Dreieck, an dem Profis ab und zu verzweifeln - und wir natürlich auch.

 

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich mache das gerne. Ich habe viel gelernt und viele interessante Menschen kennen gelernt. So geht es auch anderen; die ehrenamtliche Struktur der friesischen Bewegung ist unsere absolute Stärke, weil wir ohne Umwege und oftmals selbst betroffen, sofort mitbekommen, was los ist. Wenn das Gymnasium in Wyk in der Oberstufe Friesisch-Unterricht einführt, sind davon 20 und mehr Familien betroffen. Ehrenamtler kommen auch manchmal auf pfiffigere Ideen. Das Gegenteil will ich den Profis aber nicht unterstellen.

 

Trotzdem. Ich möchte das ein für alle Mal klarstellen: die friesische Bewegung ist keine Lobbyorganisation – so wird sie im politischen Tagesgeschäft aber leider gesehen.

 

Wir stehen für das Menschenrecht auf Muttersprache.

 

Verfassung und Charta verpflichten die Landesregierung, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, diese durch zu führen und zu finanzieren. Das ist nicht die Aufgabe von uns Ehrenamtlern.

 

Das ist, denke ich, Stoff für viele Gespräche. Ich hoffe, diese Gespräche stehen heute Abend unter dem friesischen Motto: Weites Herz - klarer Horizont!

Rüm hart - klar kimming!

 

 

Galerie der beiden friesischen Beiträge von Lisa Rethwisch und der Gruppe "Junge Stimme des Nordens" und natürlich auch die Interpreten der anderen Minderheiten.

Parlamentarischer Abend Kiel 2010    Parlamentarischer Abend Kiel 2010
Parlamentarischer Abend Kiel 2010    Parlamentarischer Abend Kiel 2010
Parlamentarischer Abend Kiel 2010    Parlamentarischer Abend Kiel 2010
Parlamentarischer Abend Kiel 2010    Parlamentarischer Abend Kiel 2010
Parlamentarischer Abend Kiel 2010    Parlamentarischer Abend Kiel 2010
Parlamentarischer Abend Kiel 2010    Parlamentarischer Abend Kiel 2010
Parlamentarischer Abend Kiel 2010    Parlamentarischer Abend Kiel 2010
Parlamentarischer Abend Kiel 2010    Parlamentarischer Abend Kiel 2010
Parlamentarischer Abend Kiel 2010    Parlamentarischer Abend Kiel 2010

 

 

Fotos Ilse Johanna Christiansen

 




BIIKE 2010

 

Unser diesjähriger Biike-Empfang fand am 28. Februar 2010 im Andersen-Hüs in Risum-Lindholm statt. Hier haben wir ein paar Fotos für Sie zusammengestellt, mit denen Sie die ganze Stimmung noch einmal erleben können.

 

Pressemitteilung Schleswig-Holsteinischer Landtag
Torsten Geerdts Worte zum Biike-Empfang des Friesenrates

 

Lebendige friesische Kultur: Biike-Fest in Nordfriesland

 

„Die Tradition des Biike-Brennens zeigt, dass die friesische Kultur lebt“, sagte Landtagspräsident Torsten Geerdts heute (28.2.) beim Biike-Empfang des Friesenrates in Risum-Lindholm.

 

Geerdts betonte, diese Tradition sei „Ausdruck einer lebendigen Vielfalt in unserem Land, die uns bereichert. Das Biike-Fest vermittelt Freude und Engagement für die Bewahrung der friesischen Kultur.“ Die friesische Kultur und Sprache seien ein „unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Reichtums unseres Landes“, so der Landtagspräsident. Das von den Friesen entwickelte „Modell Nordfriesland“ bezeichnete Geerdts als „herausragendes Grundlagenwerk für eine konstruktive Minderheitenpolitik“. Dieses lösungsorientierte Konzept stelle die „Vitalität der Nordfriesen eindrucksvoll unter Beweis“.

 

Kiel (SHL), 26. Februar 2010

 

 

Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010
Biikefest 2010    Biikefest 2010

 

Fotos: Jens Schmidt, TRAUMFOTO Westerland

 




 

50. Interfriesisches Bauerntreffen 2010

 

Wie Bauern lernen…

 

Wie erhält ein westfriesischer Gemüsebauer über viele Jahre einen guten Kontakt zu seinem Abnehmer, einer großen Supermarktkette? Warum sind westfriesische Schweinehalter so erfolgreich? Antworten auf diese und viele anderen Fragen zu Landwirtschaft und Absatz können interessierte Landwirte beim traditionellen Bauerntreffen gewinnen. Am 3. Februar geht es los: Richtung Froubuorren / Vrouwenparochie in den friesischen Niederlanden, wo am ersten Abend der Geschichte der Bauerntreffen gedacht wird, die europaweit ihres gleichen suchen.

 

Seit einem halben Jahrhundert steht alljährlich der Erfahrungsaustausch unter den friesischen Bauern fest auf dem Terminkalender vieler Landwirte. Abwechselnd findet das Bauerntreffen in Westfriesland (Niederlande), Ost- und Nordfriesland statt.

 

Diesmal also Westfriesland. Vom 3. bis zum 6. Februar stehen zahlreiche Besichtigungen auf dem Programm. Aber auch das Kennenlernen und gemütliche Beisammensein kommen nicht zu kurz. „Dieses Jahr haben sich die westfriesischen Gastgeber wirklich etwas einfallen lassen,“ sagt Petra Hansen, Geschäftsführerin des Friesenrates. „So einen Blick hinter die Kulissen bekommt man sonst nicht.“

 

Anmeldungen nimmt ab sofort die Geschäftsstelle des Friesenrates (Tel.: 04661/9008126 oder FAX 9008127) entgegen. Dort gibt es auch nähere Informationen zum Programm. Eine gemeinsame An- und Abreise ist geplant.

 

 

Programm

 

Im Jahre 1959 waren Herren Carsten Boysen für Nordfriesland, Tobias Goemann für Ostfriesland und Marten Minnema für Westerlauwersk-Friesland die Gründer für die jährlichen Bauern Treffen. Die Kontakte über die (Staats-) Grenzen hinweg sind wichtig und auch positiv für die moderne Europäischen Entwicklungen. Die Kontakte zwischen den Frieslanden sind durch die Jahren hin immer wichtig gewesen für das Überwinden der alten Gegensätze in Europa und sind auch positiv anerkannt von der Regierung der Niederlande sowie durch die Deutsche Bundesrepublik. Der Gastgeber wird abgewechselt durch die drei Frieslande. In 2008 zum 48. Mal in Nordfriesland, in 2009 zum 49. Mal in Ostfriesland. Das heißt, dass zum 50. Bauern Treffen in 2010 die Provinz Friesland wieder Gastgeber ist. Das Jubiläum gibt Grund für ein extra festliches Treffen.

 

Mittwoch 3. Februar

17.00 Uhr

Restaurant-Lokal De Molen, Froubuorren/Vrouwenparochie
Empfang mit Kennenlernen

Willkommensworte durch Sjoerd van der Schaar, Vorsitzender Arbeitsgruppe Bauern Treffen und dr. mr. Roel C. Kaastra, Präsident Ynterfryske Rie/Vorsitzender Fryske Rie
Anließend Verteilung
Abendessen in der Gastfamilie

 

Donnerstag 4. Februar

11.20 Uhr

Provinsje Fryslân
Empfang Frau Mr. Dr. Jannewietske de Vries, Abgeordnete für u.a. Kultur, Sprach- und Literaturwissenschaft, Kunst der Provinsje Fryslân
Aushändigen des Jubiläums-Magazins inklusive DVD
Mittagessen, angeboten von der Provinsje Fryslân

14.00 Uhr

Besichtigung De Wiidpleats, Earnewâld: In "De Wiidpleats" kommen Natur und Bauer zusammen.
Ausfließend Imbiss, Getränke

 

Freitag 5. Februar

  9.30 Uhr

Besichtigung Gärtnerei A.C. Hartman B.V., ein moderner Glasgemüse-Betrieb.

12.00 Uhr

Mittagessen im Gemeindehaus De Spil, Mullum/Midlum.

14.00 Uhr

Besichtigung der Schweinehaltung Fam. Tigchelaar, Winaam/Wijnaldum.

19.30 Uhr

Warmes und kaltes Buffet, De Spil, Mullum/Midlum. Anschließend ein gemütlich Zusammensein mit Reden, Musik und Imbissen und Getränken.

 

Samstag 6. Februar

Abreise

 

Teilnahmekosten ± € 70,-/p.p.
Bar zu zahlen bei Anreise in Vrouwenparochie/Froubuorren

 




13. Juni 2009 - Leer/Ostfriesland, 24. Interfriesischer Kongress

 

Friesenrat zieht positive Bilanz vom 24. Interfriesischen Kongress

 

Erk Hassold: „In der Fahne finden sich alle drei Frieslande wieder

 

In Leer trafen sich Delegierte aller Frieslande zum 24. Interfriesischen Kongress. Insgesamt fast 100 Teilnehmer aus Nord-, Ost- und Westfriesland diskutierten drei Tage lang das Thema „Gezeitenwechsel“. Dazu Erk Hassold, Ratsvorsitzender der Sektion Nordfriesland: „Die Friesen haben jahrhunderte lang  als Meister des Deichbaus das Küstenland geschützt. Inzwischen ist klar, dass die enormen Herausforderungen durch den Anstieg des Meeresspiegels durch nationalen Küstenschutz allein nicht zu bewältigen ist. Darum besinnen sich die Friesen auf ihre funktionierende, grenzüberschreitende Zusammenarbeit.“

 

Durch gemeinsames Vorgehen können Klimaforscher und Deichbauer voneinander profitieren. „Ich denke, dass der Kongress viele Anstöße gegeben hat. Jetzt kommt es darauf an, dass wir Friesen unsere Kontakte nutzen und alle betroffenen Küstenregionen an einen Tisch bringen“, sagte Hassold.

 

Erstmalig kam der Kongress unter einer gemeinsamen Fahne zusammen. „Die Frieslande arbeiten schon lange im Friesenrat zusammen, doch zu einer gemeinsamen Fahne konnte man sich nicht durchringen. Dieses Vorhaben erschien zwischenzeitlich als unerfüllbarer Traum. Doch jetzt hat es endlich geklappt: die neue Fahne wurde vorgestellt. Auf dem Blau der Europafahne bilden die drei friesischen Fahnen einen Kreis. „Die Geschlossenheit der Friesen hat ein würdiges Symbol gefunden, in dem gleichzeitig die Eigenheiten bewahrt sind, aber dennoch eine größere Einheit bilden.“

 

Interfriesische Gemeinschaftsflagge

Interfriesische Gemeinschaftsflagge

 

Der Entwurf entstammt der Feder des Föhrer Architekten Charly Rickmers, der am Freitag persönlich die erste Fahne der Öffentlichkeit präsentierte.

 

Erk Hassold: „Bei den nächsten Treffen der Friesen wird von jetzt ab diese Fahne von der Idee der friesischen Freiheit künden. Die Flaggenvorstellung war wirklich ein bewegender Moment.“

 

Traditionell wird auf dem Interfriesischen Kongress ein neuer Vorsitzender gewählt: Die Präsidentschaft geht auf den Gastgeber des nächsten Kongresses über. Der Westfriese Roel Kaastra übernahm dieses Amt von Dieter Baumann und versprach bei seinem Amtsantritt, die neue Fahne fleißig zu hissen, damit der Friesenrat bekannter wird.

 




Neuer Vorsitz

 

Friesenrat wählt neuen Vorsitzenden
Erk Hassold: "Neue Generation von Vorteilen der Kooperation überzeugen."

 

Der Frasche Rädj, der Dachverband der friesischen Vereine in Nordfriesland, hat auf seiner jüngsten Sitzung in Dagebüll ein neues Führungs-Duo gewählt. Der bisherige Stellvertreter Erk Hassold, 67, wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der Bredstedter übernimmt damit nach acht Jahren den Vorsitz von Ingwer Nommensen, der seit Beginn diesen Jahres Schulleiter der Deutschen Schule in Oslo ist.

 

Dipl. Ing. Hassold stellte seine Schwerpunkte vor: „Mir kommt es darauf an, dass der Friesenrat weiterhin die friesische Spracharbeit in Schulen und Kindergärten, aber auch für Erwachsene, unterstützt. Andererseits dürfen wir nicht das lebendige kulturelle Leben der Friesen vergessen.“ Der gebürtige Föhrer verwies in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen Bräuche auf der Insel: „Vom Tamsen bis zur Prämienmaskerade zeigt sich gerade auf Föhr, das Tradition durchaus die Zeiten überdauern kann; Voraussetzung ist allerdings, dass sie nicht im Museum verstaubt, sondern jedes Mal wieder neu mit Leben erfüllt wird.“

 

Ein anderer Schwerpunkt der Arbeit soll die interfriesische Zusammenarbeit sein. Erk Hassold will die Beziehungen zu den anderen Frieslanden intensivieren: „Wir sollten nicht immer das Rad neu erfinden, sondern können erfolgreiche Projekte, vor allem aus Westfriesland, bei uns im Norden übernehmen.“ Hassold sprach sich für die Weiterentwicklung der interfriesischen Kontakte aus: „Der Frasche Rädj steht momentan vor der Aufgabe, dass wir eine neue Generation von den Vorteilen der Kooperation überzeugen müssen. Ich bin aber zuversichtlich, dass uns das gelingen wird. “ Hassold sprach in diesem Zusammenhang eine Einladung zum nächsten Interfriesischen Kongress aus, der zwischen dem 12. Bis 14. Juni in Leer stattfinden wird. „Dort wird dann auch die erste, moderne interfriesische Fahne präsentiert werden“, zeigte sich Hassold optimistisch.

 

Zu Hassolds Stellvertreterin wurde, ebenfalls einstimmig, die Psychologin Ilse Johanna Christiansen gewählt; sie stammt aus Fahretoft.

 

Neue Vorsitzende

 

Das neu gewählte Führungsduo des Frasche Rädj:
Erk Hassold und Ilse Johanna Christiansen

 




Februar 2009

 

Biike Emfång in der Ferring-Stiftung

 

Föhr/erk- Der Friesenrat hatte eingeladen und aus West-, Ost- und Nordfriesland waren sie gekommen, die friesischen Sprachbrüder und –schwestern, um Gedanken auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Aber auch um den Regional- und Landespolitikern die friesische Vielfalt zu präsentieren, die optisch durch die verschiedenen Trachten und akustisch durch die recht unterschiedlichen Dialekte deutlich wurden.

 

Der sechste Biike-Empfang fand nun in Alkersum auf Föhr in der Bibliothek der dortigen Ferring-Stiftung.statt. Dessen Vorsitzender Prof. Dr. Volkert Faltings erinnerte an den Stiftungsgründer Dr. Frederik Paulsen, der wie kein anderer die interfriesische Bewegung und Begegnung geprägt hat und der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

 

Empfang Ferring-Stiftung

 

"Friesen brauchen Freunde, und du hast viele hinzugewonnen", das wurde dem Niebüller Ingwer Nommensen attestiert, der nach acht Jahren den Vorsitz des Friesenrates (Sektion Nord) an den gebürtigen Föhringer Erk Hassold abgibt. Die Verabschiedung Nommensens war ein Schwerpunkt der Veranstaltung und Ingwer Nommensen musste sich viel Lob und Dank anhören für seinen langjährigen Einsatz für die Friesen in zahlreichen Gremien. "Dü beest en guden frinj faan a feringen (Du bist ein guter Freund der Föhringer)", ein größeres Lob an einen Festländer aus dem Munde eines Föhrers gibt es wohl kaum.

Jacob Tholund, der Nommensens Weg zum Lehrer und dessen friesische Arbeit jahrelang begleitete, zeichnete ein lebendiges Bild des Nordfriesen, der aus einem soliden friesischen Bauernhaus stammt und in Marie Tångeberg die Grundschullehrerin fand, die in ihm das friesische Feuer im Herzen entzündete. Mit seiner geradlinigen Art, viel Humor und einer gewissen Portion Gewitztheit habe er es verstanden, für die friesische Sache zu kämpfen und sie durch kreative Beiträge immer wieder voran zu bringen. "Wir werden nur bestehen können, wenn uns die Kombination von Weltoffenheit und Heimatverbundenheit so gelingt, wie du sie uns vorgelebt hast", sagte Tholund und lieferte auch gleich die friesische Zusammenfassung: "Rüm hart, klaar kiming".
Zahlreiche Redner schlossen sich dem Dank für die wertvolle Arbeit an, überreichten Geschenke und wünschten Ingwer Nommensen viel Erfolg in seiner neuen Wahlheimat Norwegen, als Direktor der Deutschen Schule in Oslo.

 

Empfang Ferring-Stiftung    Empfang Ferring-Stiftung

 

In einem weiteren Teil des Empfangs stellte Dr. Sadoowsky, Leiter des ‚Museums Kunst der Westküste‘, die Architektur und das Konzept des Museums vor, das für rund 13 Millionen Euro in Alkersum entstanden ist und im Sommer eröffnet werden soll. Die Sammlung umfasst bisher rund 480 Werke aus der Zeit von 1830 bis 1930 und wird laufend erweitert. Das regionalgeschichtliche und gleichzeitig europäische Konzept wird in einem mehrteiligen Gebäudeensemble umgesetzt, das den ehemaligen Künstlertreffpunkt "Grethjens Gasthof" umringt.

 

 Logo der Ferring-Stiftung

 

In einem dritten Schwerpunkt referierte der Westfriese Rein Tolsma über die Erfolgsgeschichte des friesischen Radios in der niederländischen Provinz Friesland. Auf einer aktuellen Karte der UNESCO, auf der weltweit alle Minderheitensprachen eingetragen sind, hatte Tolsma Westfriesisch (ca. 350.000 Sprecher) als unsicher und Nordfriesisch (ca. 10.000 Sprecher) als stark gefährdet ausgemacht. Am Beispiel "seines" Radiosenders "Omrop Fryslân" schilderte der stellvertretende Chefredakteur nun die Chancen und Möglichkeiten eines Radiosenders, für die Stärkung des Zusammenhals in der Gesellschaft und den Erhalt der friesischen Sprache zu wirken. Eine entsprechende Profilierung könne für eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung sorgen, die den Sender am liebsten als einen "persönlichen Hausfreund" empfinden sollten. Sicher ein Gedanke, der bei der Realisierung eines nordfriesischen Radios beachtet werden sollte.

 

Empfang Ferring-Stiftung    Empfang Ferring-Stiftung    Empfang Ferring-Stiftung

 

Viel Beachtung fanden auch die musikalischen Darbietungen zwischen den einzelnen Vorträgen. Unter der Leitung von Doris Rethwisch trugen "Junge Stimmen des Nordens" gekonnt und stimmgewaltig drei Stücke vor, die einen aktuellen Bezug zum Biike-Empfang hatten. "Jo küd oober schong!", war die einhellige Meinung der Zuhörer, die sich mit anhaltendem Applaus bedankten.

 

Empfang Ferring-Stiftung    Empfang Ferring-Stiftung    Empfang Ferring-Stiftung

 

Pressemitteilung - 6. Biike-Empfang in Alkersum
Frasche Rädj agt "Adiis" zum langjährigen Vorsitzenden

 

Bereits zum 6. Mal lud der Frasche Rädj am ersten Sonntag nach dem Biikebrennen Ehrenamtler und Politiker zum Gedankenaustausch ein: zum Biike-Empfang. "In diesem Jahr konnten wir in den Räumen der Ferring Stiftung über 100 Gäste begrüßen", sagte der amtierende Vorsitzende des Friesenrates, Erk Hassold. Er zog eine positive Bilanz: "Wir haben auch in diesem Jahr unser Ziel erreicht, und zwar einen intensiven Gedankenaustausch ohne Protokoll und Tagesordnung." Neben Abgeordneten des Bundes- und Landtages fanden auch Vertreter der Landesregierung ihren Weg nach Föhr.

 

Empfang Ferring-Stiftung    Empfang Ferring-Stiftung    Empfang Ferring-Stiftung

 

Hassold zeigte sich vor allem von der Arbeit des friesischen Journalisten Rein Tolsma beeindruckt, der bereits seit 30 Jahren bei "Omrop Fryslân" Radiosendungen ausschließlich auf Friesisch moderiert. "Auch in Nordfriesland sehe sich die Möglichkeit, die Menschen über die Medien auf Friesisch zu erreichen. Tolsma hat für mich sehr einleuchtend die regionale Integrationskraft seines Senders beschrieben. Leider ist das Angebot in Nordfriesland sehr mager. Ich denke, dass wir in Zukunft deutlicher auf die Interessen friesischer Gebührenzahler hinweisen müssen."

 

Nach acht Jahren verabschiedete sich der Friesenrats-Vorsitzende Ingwer Nommensen, der sich einer neue beruflichen Herausforderung in Norwegen stellt. Viele Weggefährten aus dem Interfriesischen Rat, aus West- und Ostfriesland sowie dem Saterland, nahmen den Biike-Empfang zum Anlass, um sich bei dem engagierten Friesen für seinen Einsatz zu bedanken. Viele hoffen, dass Nommensens Verpflichtung In Oslo lediglich eine vorübergehende "Auszeit" sei. Hassold: "Wir haben zwar ‚Adiis‘ gesagt, rechnen aber fest damit, dass Ingwer Nommensen in einigen Jahren das Engagement mit neuen Ideen bereichern wird."

 

 

Empfang Ferring-Stiftung

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MAI 2008

 

15.5. - 17.5.2008

Interfriesisches Kommunalpolitikertreffen/Interfriisk dååwen ma komunaalpoliitikere in Nordfriesland. Weitere Informationen bei petrahansen@friesenrat.de und im Download des offiziellen Flyers.

 

 



FEBRUAR 2008

 

6.-9.02.08

Interfriesisches Bauerntreffen in Nordfriesland. Weitere Informationen bei petrahansen@friesenrat.de