Ingwer Nommensen: »Wir Friesen sind keine exotische Insel. Wir machen das Ganze erst komplett!«

Biike Empfang am 15. Februar 2026 in Oldsum / Föhr

Beim diesjährigen Biike Empfang auf Föhr begrüßte der Vorsitzende des Friesenrates, Ingwer Nommensen (siehe Bild ganz links mit Arno Ulrichs und Volker Landig, beide Sektion Ost) im vollbesetzten „Ual Fering Wiartshüs“ in Oldsum mehr als 170 Gäste; darunter den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther (siehe Bild ganz rechts). Nommensen sagte: „Wir Friesen sind nicht das Problem, wir sind die Lösung. Mit unserem Engagement sind wir eine Stütze der Demokratie und ein Beispiel für Einigkeit in Vielfalt.“

Nommensen forderte, dass die vier autochthonen Minderheiten in Deutschland in das Grundgesetz aufgenommen werden müssen, so wie es der Ministerpräsident vor kurzem gefordert habe.
»Wir bedauern, dass das Innenministerium die Aufnahme der Minderheiten in das Grundgesetz ablehnt. Die Entscheidung zur Aufnahme fällt allerdings nicht im Ministerium, hierüber muss der Bundestag entscheiden. Wenn wir nicht aufgenommen werden, bleiben wir eine Insel, die den Stürmen des Zeitgeistes ausgesetzt bleibt«.

Der Biikeempfang soll Politikerinnen und Politikern die Gelegenheit geben, sich ohne Tagesordnung über die friesische Sprache und Kultur zu informieren. In diesem Jahr ging es um Themen, die Friesinnen und Friesen unter den Nägeln brennen. In einer Talkrunde fragten die Föhrer Hebamme Kirsten Rickmers, die Nebelerin Kinka Tadsen, die Sylter Friesisch Lehrerin Tineke Heck-Lemke und der Biogas-Anlagenbetreiber Hans Siegfried Oldsen aus Risum-Lindholm Daniel Günther, was die Landesregierung sie unterstützen kann.

Für die musikalische Begleitung sorgte Mattis Brodersen (siehe Bild unten), der die Lieder seiner neuen CD mitgebracht hatte.

Die komplette Rede Nommensens ist hier abrufbar:

https://friesenrat.de/wp-content/uploads/2026/02/20260215_FR-ingwerINPUT-DE.pdf