Medienkonferenz des Frasche Rädj / Friesenrat Sektion Nord vom 13. bis 15. November 2026 auf Amrum
Wie sieht die Zukunft der friesischen Medienarbeit aus? Dieser Frage widmet sich der Frasche Rädj / Friesenrat Sektion Nord mit der Arbeitsklausur „Irgendwas mit Medien”, zu der Vertreterinnen und Vertreter der nordfriesischen Volksgruppe sowie Interessierte vom 13. bis 15. November in die Jugendherberge Wittdün auf Amrum eingeladen sind.

Worum geht es
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie friesische Sprache und Kultur in einer sich wandelnden Medienlandschaft sichtbar und zugänglich bleiben. Diskutiert werden sollen unter anderem die Finanzierung der Medienarbeit, moderne technische Angebote für die friesische Sprache, die politische Vertretung in Gremien, die Professionalisierung friesischer Medienarbeit sowie der Zugang zu friesischen Medienangeboten.
Programm im Überblick
Nach der Anreise am Freitagnachmittag eröffnet ein Kamingespräch über Medien den Abend. Der Samstag beginnt mit einer Bestandsaufnahme unter dem Titel „Wo drückt der Schuh?”, bei der Impulsgeberinnen und Impulsgeber aus ihrer Sicht berichten, bevor im weiteren Verlauf des Tages in Diskussion und Zukunftswerkstatt die zentralen Themenfelder in Kleingruppen bearbeitet werden. Am Sonntag berichten friesische Medienmacherinnen und Medienmacher aus ihrer Praxis, bevor die Klausur mit einer Abschlussrunde ausklingt.
Interessierte aus der nordfriesischen Volksgruppe sind herzlich eingeladen, sich zur Teilnahme anzumelden.
Infos zu:
- Freitag, 13. November:
- Nachmittags: Anreise ab 15:05 Uhr ab Dagebüll, Bezug der Zimmer in der Jugendherberge Wittdün
- Abends: Gemeinsames Abendessen mit anschließendem Kamingespräch über Medien
- Samstag, 14. November:
- Vormittags: Bestandsaufnahme „Wo drückt der Schuh?”
- Ab mittags: Expertinnen und Experten berichten; anschließend Zukunftswerkstatt im Barcampformat mit Kleingruppenarbeit zu den zentralen Themenfeldern
- Abends: Abendessen, Austausch und Programm
- Sonntag, 15. November:
- Vormittags: Friesische Medienmacherinnen und Medienmacher berichten aus ihrer Praxis; Austausch über Ergebnisse
- Mittags: Abreise und „Medien machen” auf der Fähre
Eva-Maria Sommer ist Direktorin der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) und Vorsitzende der Kommission für Jugendmedienschutz. Sie begleitet die Medienpolitik in Deutschland und Europa seit vielen Jahren.
Bente Faust ist Musiker, Songwriter und Produzent. Mit seinem Podcast „Föhr nach New York. Eine Auswanderergeschichte.“ erzählt er die Liebesgeschichte seiner Großelter – auch auf Fering.
Marie Busse Busse ist Redakteurin der Neuen Osnabrücker Zeitung und berichtet aus Norddeutschland. Mit ihrem Instagram-Format „Doalslag-Dönnerdag“ bringt sie Plattdeutsch in moderner Form zu einem jungen Publikum.
Jan Graf ist Redakteur, Autor und Musiker. Mit seinem Format „Hör mal ’n beten to“ auf NDR 1 informiert er über Land und Leute auf Plattdeutsch. Er arbeitete als Redaktionsleiter von PLATTRADIO.
Tido Specht ist Informatiker mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz und 2. Vorsitzender des Oostfräisk Instituut. Als Doktorand an der Universität Groningen forscht er an Technologien für Minderheitensprachen, darunter maschinelle Übersetzung und Spracherkennung. Er entwickelte den KI-basierten Übersetzer „Ooversetter“ für das Ostfriesische Platt.
Elin Hinrichsen ist freie Journalistin und arbeitet unter anderem für den NDR. Sie gehört zum Autorenteam des friesischen Formats „Unerwäis – Unterwegs mit Friesen“ und gestaltet weitere Beiträge im Radio und TV.
Das Herzstück der Medienklausur ist die Zukunftswerkstatt am Samstagnachmittag. Die Teilnehmenden bestimmen die Diskussion und die Ergebnisse selbst mit. Zu fünf Themenfeldern entstehen Arbeitsgruppen, die sich jeweils in eigenen Gesprächsrunden zusammenfinden. Jede Runde liegt ein kurzer Impuls einer Expertin oder eines Experten zu Grunde, der in das Thema eingeführt hat und weitere Fragen aufwirft. Danach erarbeiten die Gäste gemeinsam, wo es aus ihrer Sicht hakt, was sich ändern sollte und welche Ideen sich umsetzen lassen.
Das Programm wird fortlaufend aktualisiert – Änderungen sind möglich.
Anmeldung:
Hinweise:
Die Veranstaltung wird aus Projektmitteln des Bundesministerium des Innern gefördert.
Die Teilnahme an der Konfernz sowie Unterbringung vor Ort ist kostenfrei; Kosten für die Anreise müssen selbst getragen werden. Die Unterbringung und die Konferenz finden in der Jugendherberge in Wittdün statt. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir bei der Anmeldung keine Garantie für eine Einzelunterbringung geben können. Anmeldung bitte bis zum 31.10.2026.
Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen der Veranstaltung Foto- und Videoaufnahmen entstehen, die anschließend veröffentlicht werden.
Bei Fragen wendet euch gerne an uns: 04671 60 241 50 oder info@friesenrat.de.