Zusammenarbeit stärken, Minderheitenpolitik gestalten

Diskussion und Austausche bei der dritten Sitzung des Minderheitenrates 2026

Neben dem parlamentarischen Frühstück erwartete Ingwer Nommensen (Vorsitzender des Friesenrates Sektion Nord e.V.) und Hannah Müller (Beauftragte für politische Gremienarbeit) – auch die dritte Sitzung des Minderheitenrates der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands. Die Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten (FUEN), die Dachorganisation nationaler Minderheitenorganisationen in Europa, stellte dafür dankenswerterweise ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

Teilnehmende der dritten Sitzung des Minderheitenrates der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands.

Minderheitenschutz in Schleswig-Holstein

Den Auftakt der Sitzung bildete ein Gespräch mit Johannes Callsen (CDU), dem Minderheitenbeauftragten des Landes Schleswig-Holstein. In kurzen Impulsen wurde das parlamentarische Frühstück gemeinsam reflektiert und sich daraus ergebende Fragen diskutiert. Im Fokus stand dabei die Rolle Schleswig-Holsteins und seiner Landesregierung im Kontext des Minderheitenschutzes. Darüber hinaus wurde die Frage aufgegriffen, wie die Zusammenarbeit zwischen den vier anerkannten autochthonen Minderheiten und den Landesregierungen künftig weiterentwickelt werden kann. Ideen wurden entwickelt, verworfen und neu gedacht: ein produktives Brainstorming, das den Weg für zukünftige Kooperationen ebnet. Als Mitglieder des Minderheitenrats wollen wir auch künftig aktiv Initiative ergreifen für den politischen Austausch auf Landes- und Bundesebene ebenso wie für die Beteiligung an minderheitenbezogenen Veranstaltungen.

Ideen und Projekte

Außerdem bestand Zeit und Raum, laufende Projekte des Rates und des Minderheitensekretariats zu besprechen, auszuwerten und weiterzuentwickeln. Projekte wie beispielsweise die Ausstellung „Was heißt hier Minderheit?” oder der „Minority Monday”, ein Format, in dem das Minderheitensekretariat in regelmäßigen Abständen Wissenswertes über die Minderheiten auf den sozialen Medien aufbereitet, dienen der Sichtbarkeit und Wissensvermittlung und bilden damit einen essenziellen Baustein der gemeinsamen Arbeit.

Ein spannender wie produktiven politischen Tag mit informativen Berichten aus den einzelnen Minderheiten und Volksgruppen sowie einem Ausblick. Austausch, gegenseitiges Zuhören und das persönliche Miteinander sind das Fundament unserer Arbeit und Anlass zur Vorfreude auf das nächste Treffen.